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Dr. Weigele Consulting

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Wer und Warum

by admin last modified 2008-05-02 13:31

"Hier stehe ich und kann nicht anders. Gott helfe mir!"

Wer...

Grinse-RottiDr. Martin Weigele, Diplom-Informatiker (TH), stiess nach Aktivitäten in der Forschung (Künstliche Intelligenz, Datenbanken und mathematische Software- Modellierung) 1991 als Projektingenieur zum Aufbau des digitalen Mobilfunknetzes, der späteren T-Mobile. Weil die meisten technischen Probleme zu diesem Zeitpunkt jedoch schon gelöst und in "festen Händen" waren, widmete er sich nach zwei Jahren den noch viel größeren Herausforderungen im Aufbau der neuen Mobilfunkfirma mit Menschen ganz unterschiedlicher Hintergründe, Herkunftsorganisationen, Unternehmenskulturen, und schließlich einer Vielzahl völlig unterschiedlicher arbeitsrechtlicher "Historien", im Grunde ein gleichzeitiger Merger aus vier Organisationen und gleichzeitiger Privatisierung in dem durchaus erfolgreichen Bemühen, als oberster Arbeitnehmervertreter einen fairen Ausgleich zwischen allen Interessen - Management und Beschäftigte - Konzern und Tochtergesellschaft - Aktionäre und Gewerkschaft - auf allen Ebenen zwischen Betrieb und Aufsichtsrat zu bewältigen und das Unternehmen im Sinne aller Stakeholder voranzubringen. Nachdem diese Aufbauphase weitgehend abgeschlossen war, folgte 1999/2000 schließlich eine freiwillige Rückkehr zu Technologiethemen ins Management mit einem Auslandsaufenthalt in den USA als Investment Director Technology bis zu seinem Ausscheiden aus dem Telekom-Konzern im Sommer 2002, für das er sich entschied, um neue innovative Projekte selbst als Unternehmer und Berater durchführen zu können. Der Aufenthalt in Boston (MA) hatte ungeheuer viele neue Erfahrungen und Erkenntnisse über Menschen beiderseits des Atlantik, über Amerika, aber auch über Venture Capital, Corporate Finance und Finanzmathematik erbracht.


... und warum dieses Blog?

Mit amerikanischem Optimismus aus den USA nach Deutschland zurückgekehrt, mußte Martin Weigele feststellen, wie schwierig es in diesem Land in Kontrast zu den USA, aber vor allem auch durch die Veränderung seit den Gründerjahren des Mobilfunks geworden ist, neue Ideen umzusetzen und innovative Projekte durchzuführen - und zwar nicht wegen der Qualität der Ideen oder Projekte oder Projektbeteiligten, noch nicht einmal wegen fehlender Finanzierung, sondern, wie es immer deutlicher wurde, einem erheblichen Mangel an Chancengerechtigkeit, der einer in Teilen korrupt und/oder töricht gewordenen, ihre ganz persönlichen Eigeninteressen um nahezu jeden Preis verfolgenden gesellschaftlichen Macht"elite" zu verdanken ist. Zusätzlich zu den eigenen Geschäftserfahrungen war für ihn ein weiteres Schlüsselerlebnis die zufällig mitverfolgte Rede des Rechtsanwalts Wolfgang Philipp bei der Hauptversammlung der Deutschen Telekom AG 2007 über das Geschäftsjahr 2006 mit seiner Telekom-Ballade, die half, eigenes Erleben der Vergangenheit völlig neu zu- und einzuordnen. Gleichzeitig entstand so und durch die inzwischen immer mehr erfolgende Berichterstattung über eine Vielzahl von Skandalen in unserem Land der Anstoß, nicht länger schweigend den bedrohlichen Entwicklungen zuzusehen, sondern die Dinge aufzuzeigen, wie sie sind. All diese Berichte sind trotz allem eine erfreuliche Entwicklung, denn sie legen den Grundstein für den Wiederaufbruch zu den Prinzipien der "ehrbaren Kaufleute", ohne die unser Land nicht hätte aufgebaut werden können. Und, so darf man getrost vermuten, auch künftighin nicht wird erfolgreich bestehen können. Der entscheidende Hebel ist und bleibt jedoch die Verantwortung der Politik, die der Wirtschaft sowohl den Rahmen vorgibt, als auch ihr Vorbild. Das gilt ganz allgemein und erst recht dort, wo der Staat an Unternehmen beteiligt ist oder Privatisierungsprozesse initiiert oder initiiert hat, oder Aufträge erteilt.


"Es ist so unwahrscheinlich... und die Presse hätte längst berichtet..."

Schließlich noch ein Wort zum Schluß: Vieles von dem, was hier berichtet und kommentiert wird, mag vielen Menschen unwahrscheinlich erscheinen - es entspricht nicht ihrer Alltagserfahrung - genausowenig wie den Schafen die Schlachtbank, zu der sie geführt werden. Nur demjenigen, der ähnliches selbst persönlich erfahren hat, erscheinen bestimmte Dinge auf Anhieb plausibel. Aus diesem Grunde sind immer, wo es irgend möglich ist, öffentliche Quellen verlinkt, anhand derer der Sachverhalt möglichst objektiv nachvollzogen werden kann. Und warum hat die Presse nicht längst berichtet? Wir wissen es nicht. Aber es erscheint plausibel, dass dies vor zwanzig Jahren noch anders war. Denn wären die Dinge in unserem Lande so, wie sie sein sollten, gäbe es dieses Blog gar nicht.


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