"Vom Wachstumsschwindel"
Einerseits verringert sich das Wachstum in Deutschland und der Eurozone seit 1964 kontinuierlich. Während man Mitte der 60iger Jahre bis Anfang der siebziger Jahre noch Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts von 5 % verzeichnete, sind wir heute bei unter einem Prozent angelangt.
Gleichzeitig beträgt die Zahl der Arbeitsstunden der in Deutschland Erwerbstätigen, wenn man das Jahr 1991 als 100 normiert, 2009 geschätzt nur noch 89.
Joachim Jahnke sieht die Ursache in einer völlig verfehlten Wirtschafts- und Steuerpolitik, die durch den technologischen Fortschritt bedingte Effekte noch negativ verstärkt, indem sie an einer neoliberalen Ideologie bedingungslosen Freihandels mit Dumping-Löhnen und entsprechend gedumpten Importen festhält. Gleichzeitig geht das landeseigene Produktionsknowhow durch Verlagerung ins Ausland, insbesondere China, auf Dauer verloren. Hinzu kommen schwere Fehler im Umgang mit der Finanzbranche.
Auf jeden Fall einen Besuch lohnen auch seine eindrucksvollen, zugleich erschreckenden graphischen Aufbereitungen der einschlägigen volkswirtschaftlichen Parameter.
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