Gewohnte T-esinformation

Das Ende des Streiks, dem noch die Beschäftigten zustimmen müssen, bedeutete viel klassenkämpferische Propaganda bei bescheidensten Ergebnissen. Die Gesichtswahrer beider Seiten sind zur üblichen T-esinformation unterwegs.

Das Ende des Streiks hat für keine der beiden Seiten einen großen Erfolg gebracht. Auf der Haben-Bilanz des Vorstandes steht, dass der Gewerkschaft formale Zugeständnisse abgerungen wurden. Aber zu welchem Preis? Jedermann weiss, dass nur eine zufriedene Belegschaft qualitativ gute Arbeit leisten kann. Und liegt die schlechte Qualität des Kundenservices denn wirklich an den "einfachen" Mitarbeitern? Oder sind es nicht doch die vom Management zu verantwortenden IT-Systeme, die von einem Top-Management betreut werden, dass überwiegend keine technischen Kenntnisse besitzt? Ausserdem bedeuten die Besitzstandsregelungen, dass erst mal kaum Geld eingespart werden kann. Auf der anderen Seite, kann die Gewerkschaft zufrieden sein, dass trotz wochenlangen Streiks nur eine Besitzstandsregelung herausgekommen ist, die wirklichen Probleme aber gar nicht ander Wurzel angepackt werden?



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