"Tretmühle Telekom" - oder Schlimmeres?

Mit einem exzellenten Radiofeature über die "Tretmühle Telekom" hat Charly Kowalczyk hervorragende journalistische Arbeit geleistet. Was aber sind die tieferen Hintergründe der von ihm aufgezeigten Vorgänge?

Wer sich das exzellente Radiofeature von Charly Kowalczyk über die "Tretmühle Telekom" anhört - und das sollte jeder politisch und wirtschaftlich Interessierte hier und jetzt durch Anklicken tun:

findet dort eine präzise gezeichnete Psychopathologie der Deutschen Telekom AG, wie sie sich heute darstellt.

Weniger klar ist freilich, wie es zu diesen Zuständen kommen konnte. Die in dem Audio geäußerten Meinungen von Betriebsräten der Deutschen Telekom AG, es läge an den vielen Wechseln im Management, zeigt aufs Neue, dass gutgläubige Menschen gar nicht so schlecht denken können, wie es das hochintelligente Böse vermag - es sei denn, dass solche Menschen, wie der Autor dieser Zeilen, unmittelbar das Wirken dieses hochintelligenten Bösen erleben mussten.

Die Auffassung, die zahlreichen Wechsel im Management hätten die Probleme ursächlich verursacht, ist leider mit hoher Wahrscheinlichkeit naiv. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wurden vielmehr diese Zustände (inklusive des ständigen Wechsels des Managements) vorsätzlich herbeigeführt, um sich im entstehenden Chaos um so besser milliardenschwer bedienen zu können. Offenbar dauert dieser Vorgang an.

Siehe dazu u.a. in diesem Blog:


Es kann nicht anders sein, als  dass es eine Kausalkette gibt - zwischen der andauernden Ausplünderung (nicht nur) der Deutschen Telekom AG durch die üblen Akteure der Finanzkrise - und dem beschämenden Umgang mit Mitarbeitern wie Kunden - und den (Klein-)Aktionären (Menschen, eben).

Update 4.2.2012: Interessante Anmerkungen zum Thema menschenfeindlicher Umgang von Konzernen einerseits und Selbstmorde andererseits finden sich auch hier.

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