Von draussen vom Walde da komm' ich her...

...ich muss Euch sagen es weihnachtet nicht überall so sehr...

denn auf einigen Unternehmensspitzen sah ich durch und durch korrupte Rotlichter blitzen,

und droben von dem Himmelstor

sah mit traurigen Augen das Christkind hervor.

Doch wie ich strolch' durch des finstern Tann,

da rief's mich mit heller Stimme an:

"Knecht Ruprecht", rief es, "alter Gesell'",

heb deine Beine und spute dich schnell!

Die Bilanzen fangen zu brennen an,

der Höllen Pfort' ist aufgetan,

alt und jung sollten, eigentlich,

von der Jagd des Lebens einmal ruhn,

doch morgen kann ich nicht fliegen herab zur Erden,

wo es hätt' Weihnachen wieder soll'n werden!"


Ich sprach: "Ich dacht oh lieber Herre Christ,

dass meine Reise fast zu Ende ist,

doch komm ich niemals in die verheiss'ne Stadt,

wo's eitel gute Kinder hat?"


"Hast denn das Säcklein auch bei dir?"

"Eichels' Milliardenraub, den hab ich hier,

denn Äpfel, Nuß und Mandelkern,

haben Politiker als Rente gern."


"Hast denn die Rute auch bei dir?"

Ich sprach: "Die Rute, die ist hier;

nicht für die Kinder, sondern für die schlechten,

Vorstände und Minister, die trifft sie auf den Teil den rechten!"


Christkindlein sprach: "Es ist nicht recht:

lean brain management, mit dem Teufel geh, dem bösen Knecht!"

Von draussen, vom Walde komm ich her;

ich muss Euch sagen, es weihnachtet nicht all zu sehr!

Nun sprecht, wie ich's hier innen find!

Gibt's noch nicht böse, gute Kind?




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